Dampfgarer

Dampfgaren ist die gesündeste Art zu kochen — Vitamine, Mineralstoffe und Geschmack bleiben erhalten, weil das Essen nicht in Wasser ertränkt oder in Fett gebraten wird. Aber wie funktioniert ein Dampfgarer eigentlich? Und lohnt sich die Anschaffung für Ihren Haushalt?

So funktioniert ein Dampfgarer

Das Prinzip ist einfach: Wasser wird erhitzt, der entstehende Dampf umströmt die Lebensmittel und gart sie schonend bei 80–100 °C. Anders als beim Kochen in Wasser werden die Nährstoffe nicht ausgewaschen — Studien zeigen, dass beim Dampfgaren bis zu 50 % mehr Vitamine erhalten bleiben als beim klassischen Kochen.

Der Dampfgarer besteht aus drei Hauptkomponenten: einem Wassertank (0,5–1,5 Liter), einem Dampferzeuger (Heizelement, das Wasser verdampft) und einem Garraum (mit Einsätzen für verschiedene Lebensmittel). Die Temperatur wird elektronisch geregelt — die meisten Geräte erlauben eine Einstellung zwischen 40 °C (Auftauen) und 100 °C (Volldampf).

Welche Arten gibt es?

TypPreisFür wen?
Standgerät (z.B. WMF KÜCHENminis)50–200 €Einsteiger, kleine Küchen
Einbau-Dampfgarer500–2.000 €Vielseitige Hobbyköche, neue Küche
Kombi-Dampfgarer (Backofen + Dampf)800–3.000 €Premium, maximale Flexibilität

Vorteile & Nachteile

✓ Vorteile

  • Bis zu 50 % mehr Vitamine als beim Kochen
  • Natürlicher Geschmack bleibt erhalten
  • Kein Fett nötig — ideal für gesunde Ernährung
  • Mehrere Gerichte gleichzeitig garen (verschiedene Einsätze)
  • Kein Anbrennen, kein Umrühren nötig

✗ Nachteile

  • Kein Bräunen/Krustenbildung (kein Maillard-Effekt)
  • Einbaugeräte sind teuer (500–3.000 €)
  • Garzeit teils länger als beim Braten
  • Regelmäßige Entkalkung nötig
💡 Tipp für Einsteiger: Starten Sie mit einem günstigen Standgerät für 50–100 €. So können Sie testen, ob Dampfgaren in Ihren Kochalltag passt, bevor Sie in einen teuren Einbau-Dampfgarer investieren. Beliebt: WMF KÜCHENminis, Philips Avent (für Babybrei) und Russell Hobbs.

Häufige Fragen (FAQ)

Was kann man alles im Dampfgarer zubereiten?
Fast alles: Gemüse, Fisch, Reis, Kartoffeln, Knödel, Dim Sum, Babybrei — sogar Desserts und Brot. Nicht geeignet: Steaks (keine Kruste), Pommes (kein Fett) und generell alles, was knusprig werden soll.
Ist ein Dampfgarer besser als ein Thermomix?
Das sind zwei verschiedene Geräte. Ein Dampfgarer gart schonend mit Dampf. Ein Thermomix ist eine Küchenmaschine mit Kochfunktion — er kann mixen, rühren, wiegen UND kochen. Für reines Dampfgaren ist ein Dampfgarer besser, für Vielseitigkeit der Thermomix.

Fazit

Ein Dampfgarer lohnt sich für alle, die gesünder kochen möchten — ob als günstiges Standgerät (ab 50 €) oder als Einbau-Luxus. Starten Sie klein, und wenn Sie den Dampfgarer regelmäßig nutzen, upgraden Sie auf ein Einbaugerät bei der nächsten Küchenrenovierung.

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